Eine der meist gestellten Fragen im Bezug auf Baumrückschnitt (Kronenreduktion) ist: „Wie viel ist möglich?“

Ein Rückschnitt um 30% der Laubmasse sind fachlich vertretbar, Schnittstellen von maximal 5 bis 10 cm, abhängig von der Baumart.

Tatsache ist, dass „große Bäume“ die einem über den Kopf gewachsen sind nicht um die Hälfte oder mehr zurückgeschnitten werden können, ohne den Baum nachhaltig zu schädigen. Der Baumpfleger spricht dann von „Kappung“.  Leider sieht man das in den letzten Jahren wieder häufiger; auch durchgeführt von Fachfirmen, die wissen was sie tun.

Für den Baumbesitzer geht es meist um mehr Licht, um freie Fassaden, besseren SAT Empfang und auch weniger Laub im Herbst, das muss jeder für sich und seinen Baum entscheiden.

Für den Auftragnehmer und den Kunden der für seinen Baum haftet ist allerdings zu bedenken, das gekappte Bäume ein paar Jahre nach dem Radikalschnitt wesentlich gefährlicher sind, als wenn man fachlich am Kronenäußeren zurückschneidet um die Windangriffsfläche zu verkleinern. So reduziert man die auftretenden Windlasten, die von den Feinästen aufgefangen werden und über die Äste in den Stamm eingeleitet werden.

Deswegen sollte man Bäume rechtzeitig schneiden um sie ihrem Standort entsprechend „erziehen“ zu können.

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